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Noch längst nicht vom Tisch: BürgerInnen markieren Ennertaufstieg-Trasse mit Pflöcken

Bonn/Königswinter, 27.9.2015 - Im Naturpark Siebengebirge wird auch in diesem Herbst die mögliche Trasse des umstrittenen Ennertaufstiegs markiert. Am Sonntag, 27.9.  hat die Aktion begonnen, die vom Verein Lebenswerte Siebengebirgsregion und den Bürgerinitiativen: „Ennertaufstieg: Nein!“ durchgeführt wird. Die Markierung mit orangefarbenen Pflöcken zwischen Heiderhof und Oberholtorf hatte von Oktober 2014 bis Mai 2015 für sehr viel öffentliche Aufmerksamkeit gesorgt. Wegen der sommerlichen Erntezeit waren die Pflöcke entfernt worden. Nun sind die Ackerflächen neu eingesät und wieder bereit für die Pflöcke. 

Der Naturpark Siebengebirge mit Ennert und Pleiser Hügelland ist ein attraktives Bonner Naherholungsgebiet und ökologisch besonders wertvoll. Eine vierspurige Schnellstrasse würde für Natur und Naherholung wenig übriglassen.

Der Ennertaufstieg muss endlich vom Tisch, fordern gegen Ende der Unterschriftenaktion mehr als 12.000 Bürgerinnen und Bürger. „Er darf nicht in den Bundesverkehrswegeplan 2015, und auch nicht Verhandlungsgegenstand zwischen Bonn und dem Rhein/Sieg-Kreis sein, denn er steht seit Jahrzehnten wichtigen Verbesserungen des Nahverkehrs im Weg“ erinnert Jürgen Maier, Vorsitzender des Vereins Lebenswerte Siebengebirgsregion. „Wenn der designierte Oberbürgermeister Sridharan gegen den Ennertaufstieg ist, muss er dies dem Bundesverkehrsminister und dem Bundestag mitteilen, bevor in Berlin die Entscheidung über den Bundesverkehrswegeplan fällt.“

Eine frühzeitige klare Nachricht nach Berlin hat Sridharan bisher aber nicht angekündigt. Seinen Ausführungen beim „Beueler Treff“ am 24.9.2015 zufolge will er die Entwicklung in Berlin abwarten und dann Verhandlungen mit dem Rhein/Sieg-Kreis über regionale Verkehrsverbesserungen anstreben, bei denen der Ennertaufstieg „selbstverständlich“ mit auf dem Tisch liegtDer Rhein/Sieg-Kreis hat bekanntlich für die erneute Diskussion des Projektes im Bundestag gesorgt.

Die Entscheidungsphase über den Bundesverkehrswegeplan beginnt in wenigen Wochen. Die Unterschriftenaktion läuft noch bis 30. September, dann werden die Unterschriften an den Bundestag übergeben. Beim derzeit noch geltenden Bundesverkehrswegeplan 2003 hatte Bürgerprotest zur Streichung der Autobahn durch Bonn beigetragen.

 

"Vermessungs"-Aktion Herbst 2014-Frühjahr 2015

Der Verlauf des geplanten Ennertaufstiegs wurde zwischen Oberholtorf und Rauschendorf durch den Verein Lebenswerte Siebengebirgsregion und die Bürgerinitiativengruppe "Ennertaufstieg: Nein!" mit Pflöcken  abgesteckt. Die Markierung wurde nach dem letzten Planungsstand  von 2003 ("Variante 2.1+") vorgenommen.  Damals fand rechtsrheinisch ein Linienbestimmungsverfahren statt, das abgebrochen wurde, als die Südtangente aus dem Bundesverkehrswegeplan 2003 gestrichen wurde.

Mitte April 2015 wurden die Pflöcke wegen der landwirtschaftlichen Nutzung entfernt.

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