Verkehrslärm-Simulierung an der geplanten Ennert-Schnellstrasse

Die Aufstellungsorte und Lautstärken wurden aufgrund der bis 2003 geplanten Trassenvariante 2.1+ gewählt. Aufgrund des damaligen Planfeststellungsverfahrens hatte die vom Landschaftsverband Rheinland in Auftrag gegebene Umweltverträglichkeitsstudie eine Lärmkarte erstellt. Die UVP-Studie ist im Download-Archiv unter www.suedtangente.de abrufbar.

 

Foto: N. Schoenen

Bonn 22.11.2014 - Damit sich die Naherholungssuchenden im Ennert vorstellen können, was eine mehrspurige Querung durch das nördliche Siebengebirge für sie bedeuten würde, hat der Verein Lebenswerte Siebengebirgsregion heute Verkehrslärm per Lautsprecherboxen erzeugt und Teile der Trasse mit Pflöcken abgesteckt. Gleichzeitig sammelt der Verein, in Kooperation mit Bürgerinitiativen aus Oberholtorf, Niederholtorf und Ungarten Unterschriften zu einem Schreiben an den Verkehrsausschuss des Bundestages. Er wird im nächsten Jahr über den neuen Bundesverkehrswegeplan entscheiden.

In Kürze wird im Bundesverkehrsministerium die Bewertung der aufgelisteten Projekte vorgenommen. Nach Kosten und Nutzen könnte der Ennertaufstieg hoch bewertet werden, denn es zählen vor allem eingesparte Kilometer pro Fahrzeug. Ob Staus zusätzlich produziert werden, wie die Gegner befürchten, oder Staus abgebaut werden, wie die Befürworter glauben, wird dabei nicht betrachtet. Auch Umweltfaktoren gehen in die erste Bewertung noch nicht ein. „Tunnel und teilweise Troglage können 90 Dezibel Verkehrslärm und Feinstaub nicht kompensieren; mit dem einmalig schönen Naherholungsgebiet am Ennert wäre es dann vorbei“, so Jürgen Maier vom Verein Lebenswerte Siebengebirgsregion und fügt hinzu: „Noch lauter würde es in Birlinghoven und Rauschendorf.“

2003 war der Ennertaufstieg aus dem Bundesverkehrswegeplan nach 35 Jahren gestrichen worden. Grund war vor allem die Uneinigkeit in der Region. Die von zahlreichen Gutachten bescheinigte Umweltunverträglichkeit trotz geplanter Untertunnelung des Naturschutzgebietes wollen viele Bürger nicht hinnehmen. Der Verein fordert seit Jahren mit seinem Verkehrskonzept, endlich Alternativen umzusetzen. Entlastungen wie der Kreisel an der Oberkasseler Strasse seien ein richtiger Schritt. Der Rhein/Sieg-Kreis müsse sich massiv am Ausbau des Schienen- und Busverkehrs beteiligen, da viele seiner Bürger in Bonn arbeiten, aber im Kreis wohnen und dort Steuern zahlen.

                                                                                                                        

  Foto:  D. Jack

Foto: R. Bohnet

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