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Bürgerbeteiligung nicht nur für Königswinterer BürgerInnen am 30.11.2017 um 18 Uhr in der Aula der Gesamtschule Oberpleis,  Dollendorfer Straße 64, 53639 Königswinter. Zur Vorbereitung kann die kurze Info über das Integrierte Stadtentwicklungskonzept von Königswinter ISEK dienen. Mehr über die Riesen-Baugebiete erfährt man im Handlungskonzept Wohnen (Empirica-Studie). Bitte auch die Infos der Bürgerinitiative Vinxel www.bi-vinxel.de beachten.
 
Sitzung des Stadtrats Königswinter, Schulzentrum Oberpleis, 17 Uhr, 18.12.2017.Tagesordnung und Sitzungsunterlagen
Bericht vom 10.11.2017 des Generalanzeigers Ausgabe Königswinter über die Sitzug des Planungsausschusses am 8.11.17, der dem Stadtrat empfohlen hat, das Handlungskonzept Wohnen zu verabschieden
 
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Pressemitteilung 9.10.2017 Darf der nördliche Naturpark Siebengebirge gegen Riesen-Baugebiete eingetauscht werden? Foto1, Foto2
 
Übersichtskarte der Baugebiete in Roleber, Vinxel, Stieldorf, Oelinghoven Niederholtorf und Gewerbegebiet zwischen Stieldorf und Rauschendorf
 
 KarteRiesenbaugebieteSuedtangente

 

Die Attraktivität der Bonner Region wird durch riesige Bauprojekte mitten im größten rechtsrheinischen Naherholungsgebiet infrage gestellt. Ist der Wohnraumbedarf wirklich so groß?

Kommt man von Bonn-Beuel durch den Ennert Richtung Siebengebirge, so eröffnet sich auf der Höhe von Niederholtorf-Ungarten eine sehr reizvolle Landschaft mit großartigen Ausblicken rundum bis nach Köln und in den Westerwald, das „Pleiser Ländchen". Es ist der nördlichste Teil des Naturparks Siebengebirge. Wald und Felder wechseln sich ab, man atmet reinere Luft als im Bonner Becken, und man tritt sich nicht auf die Füße wie an den Rheinpromenaden. Spaziergänger, Wanderer, Radler und Reiter wissen dies genauso zu schätzen wie die Einwohner von Birlinghoven, Rauschendorf, Gielgen, Hoholz, Roleber, Niederholtorf und Vinxel.

Die regionalen Medien berichten fast täglich über dringenden Wohnraumbedarf. Die Region Bonn ist unbestritten Zuzugsgebiet, aber wie hoch der Zuzug sein würde, dazu gibt es extrem unterschiedliche Prognosen.

Zuwenig Bedarf an Riesen-Baugebieten

Hinter einem vermeintlich hohen „Wohnraum"-Bedarf verbirgt sich allerdings oftmals der Wunsch nach Geldanlage in Immobilien oder der Wunsch der Kommunen nach Ansiedlung neuer Steuerzahler. Die Bonner Stadtverwaltung folgt der höchsten Schätzung, während das zuständige Bundesamt die niedrigste Schätzung des Wohnraum-Bedarfs abgibt. Der Unterschied ist dabei Faktor 10 - so groß, dass Riesen-Baugebiete wie in Vinxel und Roleber gar nicht benötigt werden! Die Kulturlandschaft Ennert und Pleiser Ländchen könnte und muss als Bonner Naherholungsgebiet auch für künftige Generationen erhalten werden.

Gebraucht wird bezahlbarer Wohnraum - dazu zählen neue Wohngebiete im Naturpark Siebengebirge wohl eher nicht. Wer glaubt, daß durch mehr teuren Wohnraum der Markt entlastet und billiger Wohnraum frei wird, sollte sich die Realität weltweit und in Bonn ansehen.  In den Zuzugsgebieten ist meist sogar auch Leerstand. Billiger wurde es selten. In Bonn wurde in den letzten Jahren sehr viel mehr gebaut als früher. Aber viel zuwenig bezahlbarer Wohnraum, vor dem Interessierte Schlange stehen. Privatisierung des Wohnungsmarktes hat sich längst als das falsche Rezept erwiesen, noch mehr davon wird wohl kaum helfen.

ÖPNV mangelhaft

Die Busse sind langsam und stehen morgens zwischen den Pendlern im Stau. Eine effiziente S-Bahn ist in den rechtsrheinischen Höhenlagen nicht vorhanden und nicht vorgesehen. Damit taugen sie nicht als Riesen-Baugebiete.

Der Karte können Sie entnehmen, wie groß die geplanten Baugebiete in Vinxel, Roleber und Niederholtorf würden. Manche begründen damit nun erst recht ihre 50 Jahre alte Südtangentenpolitik. Mit Überlegungen zu einem neuen Gewerbegebiet im beschaulichen Stieldorf wollen Kommunalpolitiker aus dem Rhein-Sieg-Kreis den Druck weiter erhöhen.

Südtangente entspricht nicht dem Bedarf

Der Verlauf der umstrittenen Südtangente (rechtsrheinischer Teil: „Ennertaufstieg") auf der Karte ist dem Bundesverkehrswegeplan entnommen. Er kann sich während der Planung ändern. Trotz höchster Umweltbelastungsstufe wird er von Befürwortern der Südtangente gepriesen. Die Südtangente weiterplanen wollen die CDU-Politiker aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis. Die Südtangente ist jedoch KEIN regionaler Konsens. Sie würde auch ohne Riesen-Baugebiete zusätzlichen Verkehr, inklusive täglich mehrere Tausend LKW, auf die Autobahnbrücken bringen und in Bonn mehr Stau, Lärm und Luftverschmutzung verursachen.

Großer Bedarf an Freiraum

Dass Bonn Naherholungsraum und Frischluftschneisen braucht, ist unumstritten. Der Bonner Stadtrat hat das Integrierte Freiraum-System (IFS) beschlossen, demzufolge Ennert und Pleiser Ländchen NICHT weiter bebaut werden sollen. Es ist das letzte große Naherholungsgebiet im rechtsrheinischen Bonn. Da das Freiraum-System eine Absichtserklärung ist und sich nicht einklagen lässt, muss es politisch durchgesetzt werden.

Jetzt sind deutliche Zeichen gegen die Riesen-Baugebiete notwendig.

In den rechtsrheinischen Bergorten haben einige Bürger bereits mit Aktionen begonnen:

Info-Veranstaltung Sonntag 8. Oktober 2017  von 15 bis 18 Uhr am Vinxeler Heiderhof

Aktive BürgerInnen und Bürger werden Sie im Veranstaltungsformat des „World-Cafés" über den Stand der Planungen informieren. Sie können in kleiner Runde Fragen stellen und Vorschläge machen, zum Beispiel zur Verbesserung von Bus und Bahn.

Themen:

  • Riesen-Bauprojekte in Vinxel, Roleber, Stieldorf und Niederholtorf
  • Südtangente
  • Freiraumplanung von Bonn und Königswinter
  • Öffentlicher Nahverkehr

Bitte notieren Sie den Termin und geben ihn an andere Interessierte weiter.

Weitere Infos: Lebenswerte Region Bonn-Siebengebirge e.V. www.siebengebirgsregion.de Tel: 0228 9480670 (S.Gura)

Webseite der BI Vinxel

Faltblatt zum Baugebiet Roleber

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