Infoveranstaltung der Bürgeraktionsgruppe Dottendorf zusammen mit dem Vereins Lebenswerte Siebengebirgsregion zur Südtangente, Ortszentrum Dottendorf, Dottendorfer Straße 37, 19 Uhr  20.4.2017

 

Braucht Wachtberg die Südtangente?

Wachtberg oder die L158 steht NICHT In der Begründung der Südtangente im Bundesverkehrswegeplanentwurf.

Anlieger hatten 2009 Lärmschutz verlangt; daraufhin stellte die Verwaltung fest, daß bei Einhaltung der Geschwindigkeitsbeschränkung kein Lärmschutz erforderlich ist. Es wurden 12.000 Kfz, darunter 2000 Lkws, gezählt. Seitdem ist die S23 in Betrieb gegangen und Erweiterungen des Bahnangebotes sind wegen der hohen Nachfrage bereits beschlossen.

In früheren Gutachten wurde angegeben, daß auf der L158 die Entlastung durch eine Südtangente nur ca 14% beträgt.

Die PRINS-Daten weisen eine noch geringere Entlastung au und ordnen die Entlastung der L158 auf der geringstmöglichen Stufe (< 1000 Kfz/Tag) ein.

Dennoch beschloss der Planungsausschuss der Gemeinde Wachtberg Anfang September 2016 eine Resolution pro Südtangente. Erheblichen Anteil daran hatte der Vortrag von Mehmet Sarikaya, Leiter des Amtes für Kreisentwicklung und Mobilität beim Rhein-Sieg-Kreis. Er berichtete auch, daß die beiden Teile Ennertaufstieg und Venusbergtunnel einzeln wirtschaftlich seien, anders als es im Bundesverkehrswegeplanentwurf steht.

 

CDU Venusberg/Ippendorf lehnt Südtangente nun doch entschieden ab!

20.2.2016 Der Bonner Generalanzeiger meldet, daß die Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverband Venusberg/Ippendorf mehrheitlich nicht nur den Venusbergtunnel, sondern auch die Südtangente in Gänze abgelehnt hätte, so Verbandsmitglied Reinhard Süß. Die örtliche CDU bezeichnet die Südtangente als Lösung aus dem "Dinosaurierzeitalter". 

Man darf gespannt sein, wie die Bonner CDU sich gegenüber der CDU des Rhein/Sieg-Kreises und gegenüber dem Bundesverkehrsminister aufstellt. Eine Ablehnung, die nicht nach Berlin kommuniziert wird, ist wenig wert. 

CDU Venusberg/Ippendorf: Die Ablehnung ist eine Befürwortung

11.2.2016 In seine Ablehnung des Venusbergtunnels hat der CDU-Ortsverband Venusberg/Ippendorf eine Einladung an den Bundesverkehrsminister versteckt: Der zusätzliche Verkehr sei "vor allem dann nicht verkraftbar, wenn der Ennertaufstieg als Verbindung zur A3 nicht ebenso beschlossen würde". Politisch gilt eine solche Aussage als Befürwortung. Auch fehlt die Logik - denn mit der Verbindung zur A3 käme ja nur noch mehr Verkehr. Er würde durch die zwischen Lengsdorf und Ippendorf vorgesehenen Tunnelpforte über die im Anschluß an den Tunnel geplante Brücke zur A565 fliessen. Daher haben die Lengsdorfer Bachfreunde dort ein Banner aufgestellt. Das Schaufenster vom 10.2.2016 berichtet ausführlich über deren Position, die im Gegensatz zur CDU klar und deutlich die Südtangente insgesamt ablehnt. Nicht nur die Logik fehlt dem Ortsverband der CDU, sondern auch das Rückgrat: Er beugt sich mit seiner ablehnenden Befürwortung der Mehrheit der CDU in der Region, die sich mit aller Macht FÜR die Südtangente einsetzt.

 

Warum  wurden Unterschriften gegen den Ennertaufstieg gesammelt? Warum nicht gegen die Südtangente? Sind wir nur gegen den Ennertaufstieg?

Der linksrheinische Teil der Südtangente ist ebenfalls im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2015, Eintrag Nummer 1326.

 Die Wirtschaftlichkeit des linksrheinischen Teils ist erheblich schlechter als die des rechtsrheinischen Ennertaufstieg, u.a. weil der Venusbergtunnel wegen seiner Länge viel teurer wird als der Ennerttunnel. Deswegen hat der linksrheinische Teil allein keine Realisierungschance.

Unsere Position ist: Wir sind gegen die Südtangente!

Mit einer Forderung "Nein zur Südtangente im Bundesverkehrswegeplan 2015" könnte es zum faulen Kompromiss kommen, daß nur der rechtsrheinische Teil, der Ennertaufstieg, in den  BVWP2015 kommt. Der linksrheinische Teil könnte später folgen.

Mit der Forderung "Kein Ennertaufstieg in den Bundesverkehrswegeplan 2015" wird auch der linksrheinische Teil der Südtangente durch Friesdorf, der Venusbergtunnel und die Zerstörungen im Kottenforst dauerhaft verhindert.

 

Wir tun was gegen die Südtangente!

Bis 2003 war der linksrheinische Teil Bestandteil der früheren Bundesverkehrswegepläne. Daher gibt es aus dieser Zeit eine Umweltverträglichkeitsstudie, dokumentiert unter www.suedtangente.de, dort zu finden im Download-Archiv.

Linksrheinisch würden Friesdorf und Dottendorf durch die Südtangente zerteilt. Auch Röttgen und Ückesdorf würden wegen der Autobahnbrücke über das Katzenlochbachtal durch Lärm und Feinstaub betroffen.

Linksrheinisch wurden in Friesdorf und Röttgen Infotafeln aufgestellt.

Infoveranstaltungen fanden statt:

8.9. 2015 Infoveranstaltung in der Kreuzbergschule in Lengsdorf    lengsdorfinfo

Pressemitteilung: Scharfe Ablehnung von Südtangente und Ennertaufstieg

Bericht im Blickpunkt Schaufenster 22.9.2015: Diskussion um Südtangente in Lengsdorf. Der Bonner Generalanzeiger berichtete nicht.

 
18. August 2015 Bürgerversammlung in Röttgen, Schlossbachschule Herzogfreudenweg 53. Der Bonner Generalanzeiger berichtete

20. Juli 2015 Ortsbegehung in Ückesdorf

23. Juni 2015 im Evangelischen Gemeindezentrum der Pauluskirche in Friesdorf. Dazu die Pressemitteilung des Verein Lebenswerte Siebengebirgsregion: Friesdorfer und Dottendorfer gegen Südtangente und Ennertaufstieg und die Meldung des General-Anzeiger Bonn: Gegner der Südtangente unter sich 25.6.2015

Machen Sie mit! Wie das gehen könnte, lesen Sie bitte hier.

 

Wo soll die neue Autobahn linksrheinisch entlang führen?

Zwei Varianten der linksrheinischen Trasse sind in Studien und Gutachten zu finden:

1. Variante über Ippendorf/Lengsdorf und Autobahnanschluss Hardberg. Diese Variante wird in der Studie "Mobilitätsentwicklung in Bonn und dem südlichen Rhein-Sieg-Kreis" von 2011 diskutiert, siehe auch unter dem Menüpunkt Gutachten. Dies ist das aktuellste Studie, aber keine Rechtsgrundlage.(Download Karte). Allerdings wird die Bewertung der Projekte im Entwurf des BVWP 2015 sich voraussichtlich darauf stützen.

2. Variante über Ückesdorf und Röttgen, siehe Bild ganz unten. Diese Variante wurde in Gutachten für frühere Bundesverkehrswegepläne  diskutiert. Anfang der 1970er Jahre wurde sogar ein Brückentorso gebaut, siehe "Das unvollendete Autobahnkreuz" im Bonner General-Anzeiger vom 8.1.2014. 

Der Landtagsabgeordnete Joachim Stamp (FDP), wohnhaft in Röttgen,  hat bei einer Ortsbegehung des Vereins Lebenswerte Siebengebirgsregion am 20.7.2015 die Meinung vertreten, daß die Ückesdorfer Variante vom Tisch sei. Stamp bezieht sich dabei allerdings nur auf politische Absichten, nicht auf Entscheidungen. Entschieden ist noch nichts! Stamp sei im übrigen GEGEN die Südtangente aber FÜR den Ennertaufstieg. Im Bericht des Generalanzeigers ist auch dies jedoch falsch wiedergegeben. 

Es  sind noch keine Trassen für die im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans genannten Projekte festgelegt. Diese werden, erst nachdem der BVWP beschlossen ist und die Südtangente dort aufgeführt ist (was wir derzeit verhindern wollen), in den Linienbestimmungsverfahren festgelegt. Jeder, der bestimmte Trassen oder Tunnellängen als gegeben diskutiert, liegt falsch. Wer behauptet, er sei gut informiert, kann höchstens von Absichten mancher Planer oder Politiker sprechen, nicht von Baurecht.

Ganz Bonn wäre von der Südtangente negativ betroffen, gleich welche Trasse gebaut würde. Vom Tisch ist die Diskussion erst, wenn Südtangente und Ennertaufstieg nicht in den Bundesverkehrswegeplan 2015 kommen!

 

Soll die Trasse in Friesdorf mit Wohnungen bebaut werden?

Die SPD-Fraktion om Bonner Stadtrat hat einen Antrag gestellt, die Trasse in Friesdorf zu bebauen. Das würde den Bau der Südtangente linksrheinisch erschweren, rechtsrheinisch nichts gegen den Ennertaufstieg bewirken.

Der Antrag  "Wohnbebauung im Bereich Südtangente" wurde zu folgenden Terminen beraten:

Bezirksvertretung Bonn,  18.08.2015, Stadthaus
Bezirksvertretung Bad Godesberg  19.08.2015, 17h Stadthalle
Ausschuss für Planung, Verkehr und Denkmalschutz, 26.08.2015 Stadthaus
Ergebnis: Ablehnung durch die Koalition aus CDU, Grünen und FDP. Die regierende Koalition aus CDU, Grünen und FDP haben in ihrem Koalitionsvertrag keine Wohnbebauung vereinbart! Lesen Sie auch im Menupunkt "Stadtrat Bonn".

 

posterlinksklein

Fenster-Poster (DIN A4):

Dottendorf

Friesdorf

Ippendorf

Lengsdorf

Ückesdorf

Röttgen

 Katzenloch02

Zwischen Lengsdorf und Ippendorf, dort wo die Pforte zum Venusbergtunnel zu erwarten wäre, steht ein Banner der Lengsdorfer Bachfreunde.

 

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