Bevor 2003 die Südtangente und der Ennertaufstieg aus dem Bundesverkehrswegeplan gestrichen wurden, gab es zahlreiche Gutachten. Mindestens ein Gutachten, das gegen die Südtangente argumentierte, verschwand jahrelang. Mindestens ein anderes, das jüngste, wurde kurz vor der Veröffentlichung noch geschönt. Beide empfahlen nicht die große Lösung Südtangente, sondern viele kleine Maßnahmen, damit, oft über eine Kombination von Verkehrsmitteln, auch die ÖPNV-Nutzung verbessert wird..

Die Gutachten findet man im Download Archiv der Seite: http://www.suedtangente.de  des Vereins lebenswerte Siebengebirgsregion.

Was das alles gekostet hat, hat noch niemand ausgerechnet!

 

Gutachten Prof. Grebe 1993

Der damalige Landrat des Rhein/Sieg-Kreises Frithjof Kühn hatte beim renommierten Planungsbüro Prof. Reinhard Grebe ein Gutachten in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse liess  Kühn verschwinden, weil sie ihm nicht passten. Das Gutachten hatte die Südtangente, und insbesondere den Ennertaufstieg abgelehnt. 1996 kam dies durch eine Indiskretion ans Licht. Die Region könnte heute viel weiter sein, wenn Ex-Landrat Kühn den Empfehlungen von Prof. Grebe 1993 gefolgt wäre.

Mehr dazu

Download des Grebe-Gutachtens

 

Das neueste Gutachten von 2011

2011 wurde ein weiteres Gutachten zur "Mobilitätsentwicklung in Bonn und dem südlichen Rhein-Sieg-Kreis" erstellt, OHNE dass die Südtangente im Bundesverkehrswegeplan war. Der Verein Lebenswerte Siebengebirgsregion hat es damals ausgewertet:

"Ideologen kann man nicht überzeugen. So kam es zum ETC/PTV-Gutachten vom 8. August 2011. Ganz im Sinne der Auftraggeber spricht es sich zunächst für den Ennertaufstieg mit Anschlussstelle an die A 3 bei Birlinghoven aus (vier Fahrstreifen, 36.000 KFZ täglich), zweifelt aber an der Umsetzbarkeit der Empfehlung: "Vor dem Hintergrund der geringen Chancen zur Priorisierung der Vorzugsvariante in der Bundesverkehrswegefinanzierung werden erneut kostengünstigere `kleinere Maßnahmen` in das Blickfeld der Entscheidungsträger rücken". Es fordert: "Die Kombination von `kleinen Maßnahmen` zu sogenannten `Push-Pull-Effekten` (Anreize zur Veränderung der Wege- und Verkehrsmittelwahl) sollte von den Entscheidungsträgern forciert werden." Dies ist die eigentliche Empfehlung. Sie ist deckungsgleich mit den Grebe-Vorschlägen aus 1993, der UVS 2002 und der Position unseres Vereins.

Die Lärm- und Immissionsfolgen für die an der "empfohlenen" Trasse lebenden Menschen und die schadstoffrelevanten Folgen der Belüftung des Ennerttunnels für das Naturschutzgebiet werden im ETC-Gutachten nicht vertieft. Es versteht sich aber von selbst, die negative Umweltbilanz der Ennerttrasse 2002 mit 24.000 Fahrzeugen täglich fällt bei einer Trasse für 36.000 Fahrzeuge deutlich negativer aus."

Übrigens wurde der entscheidende Satz "Vor dem Hintergrund der geringen Chancen zur Priorisierung der Vorzugsvariante in der Bundesverkehrswegefinanzierung werden erneut kostengünstigere `kleinere Maßnahmen` in das Blickfeld der Entscheidungsträger rücken"  in der Endfassung der Mobilitätsstudie wieder aus dem Gutachten gestrichen. Lesen Sie dazu die Pressemitteilung des Vereins Lebenswerte Siebengebirgsregion vom 17. August 2011.

Allein dieses Gutachten hat 258.000 € gekostet. Noch mehr Prüfungen und Gutachten, wie sie durch die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan 2015 kämen, wären eine weitere Verschleuderung von Steuermitteln!

 

Zur lehrreichen Geschichte der Südtangente

 

Gutachten / Studien:

VEP Bonn Kapitel 1-4

VEP Bonn Kaptiel 5-9

1993 Gutachten

1998 Gutachten

2002 LBS FFH Studie

2003 BVWP Bewertung linksrh.

2003 BVWP Bewertung rechtsrh.

2011 Mobilitätsstudie

 

 

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